Archiv

einigermassen chronologisch geordnete Erinnerung an Geschehenes



Fight Sexism

Nina Power - Eindimensionale Frau
Wie sind wir hier gelandet? Heutige Mainstream-Feminismen sind marktfreundlich, individualisierend, losgelöst von systematischen politischen Analysen, und so leicht für rechtspolitische, rassistische und imperialistische Diskurse verwendbar. Auf knapp 60 Seiten schafft Nina Power, Philosophin und Kulturkritikerin, anhand konkreter Beispiele eine kohärente Kritik an der Neoliberalisierung feministischer Gedanken. Angelehnt an die Kritische Theorie und mit ihrer trotzdem zugänglichen, humorvollen Art skizziert Power so beispielsweise eine Kritik des neoliberal-feministischen Diskurses um den Hidschab, umreisst eine Genealogie der Pornographie und liefert Zusammenhänge zwischen Arbeit, Geschlecht und Politik. Eindimensionale Frau plädiert für die Wiederbelebung eines verloren geglaubten, intersektionalen Feminismus und bildet gutzugängliche Diskussionsgrundlage, um gemeinsam zu überlegen, wie heutige Feminismen aussehen sollten.

Audre Lorde & Combahee River Collective
Die letzte Sitzung widmen wir Texten von Audre Lorde und dem Combahee River Collective, um unser Verständnis der Intersektionalität weiter zu vertiefen.  Auszüge aus derer Schlüsselwerke werden einige blinde Flecken in Eindimensionale Frau aufzeigen, und so erweiterte Diskussionen erlauben.

Bitte schreibt eine E-Mail an kripomail@gmail.com wenn ihr das PDF erhalten wollt

Capitalist Realism

“It is easier to imagine an end to the world
than an end to capitalism”


Wir treffen uns am 31.10 um 19.00 an der Rämistrasse 62 zum zweiten Mal und diskutieren das zweite und dritte Kapitel.


Wenn ihr an der ersten Sitzung nicht dabei wart, kein Problem, es ist immer möglich in die Lesegruppe einzusteigen.



 

Rückblick

Am 22. November fand zum dritten Mal in Zürich die Lange Nacht der Kritik statt. Zum ersten Mal organisierten wir die Gegenveranstaltung zur Langen Nacht der Karriere als kriPo. Eine weitere Premiere war, dass die beiden Nächte gleichzeitig stattfanden und so die Gegenpräsenz noch stärker gezeigt werden konnte.

 

Mit vielen Leuten und gut gefüllten Räumen, halten wir diesen Donnerstag in guter Erinnerung. Die Vorträge und Workshops waren interessant und es entwickelten sich kritische Diskussionen, die auch nachher in kleineren Runden nach dem offiziellen Programm mit einem Getränk weitergeführt wurden.

 

Ausserdem wurden an diesem Abend noch zwei Solidaritätsbotschaften versendet: Zum einen für Max Zirngast sowie weitere Inhaftierte in der Türkei und zum anderen mit der Langen Nacht der Kritik in St. Gallen, der die Räume kurzfristig von der FH nicht mehr zur Verfügung gestellt wurde wegen einer politischen Aktion. Die Solidaritätsnachrichten, die auch den Kontext weiter erläutern, haben wir verlinkt.

 

Und vergesst nie: Von innen sieht auch ein Hamsterrad wie eine Karriereleiter aus.

 

Link

 

Link (St. Gallen)

 



Can We Be Neutral on a Moving Train?


Drei Jahre nach dem Klimaabkommen COP21 von Paris:
CAN WE BE NEUTRAL ON A MOVING TRAIN?

Im Rahmen eines Podiumsgesprächs und einer Publikumsdiskussion sollen folgende Kernfragen beleuchtet werden:
• Was hat die Schweiz bei COP21 zugesichert und was wurde bisher in die Wege geleitet oder umgesetzt?
• Wie steht es gegenwärtig und zukünftig um unsere Gletscher?
• Was ist die Rolle der Akademie und der Wissenschafter*innen bei einem Thema, welches über die reine Erkenntnisfindung hinaus reicht?

Einem Thema, welches als Kernproblem die Existenz der Menschheitsgemeinschaft in sich trägt und somit eine spezielle Rolle im Verhältnis Akademie-Gesellschaft aufweist.Im Anschluss kann die Diskussion am Apéro weitergeführt werden.

Mit:
Regula Rytz, lic. phil. hist., Nationalrätin und Präsidentin der Grünen Partei Schweiz.

Dr. Michael Dittmar, Institut für Teilchenphysik an der ETH Zürich. Lehrt und arbeitet an Energie, Umwelt und Nachhaltigkeitsfragen. Präsident der Critical Scientists Switzerland.

Prof. em. Dr. Wilfried Haeberli, Hochgebirgs- und Klimafolgenforscher, ehemaliger Direktor des World Glacier Monitoring Service von UNEP/ICSU, langjährige Mitarbeit im IPCC in verschiedenen Funktionen.

Marcel Hänggi, Umwelt- und Wissenschaftsjournalist, Initiant der Gletscher- bzw. Klimainitiative.

Moderation: Bettina DyttrichRedaktorin der Wochenzeitung WOZ mit Schwerpunkt Landwirtschaft und Ökologie.

Organisiert durch:
Critical Scientists Switzerland https://www.criticalscientists.ch/en/
Kritische Politik Uzh Eth

Unterstützt von:
Verband der Studierenden der Universität Zürich (VSUZH)
VSETH
Student Sustainability Commission ETH Zurich - SSC

Follow-up Event: World-Café: Klima, was tun?/!

World-Café: Klima, was tun?/!Am 22. November 2018 von 16:30 - 18:00 kann an der Rämistrasse 62 zu Glühwein weiter diskutiert werden. Ziel ist die Gründung einer Arbeitsgruppe. Diese soll Anfang 2019 einen Bericht veröffentlichen, was die Schweiz am COP21 zugesichert und was sie bisher hierfür getan hat. Anmeldung erwünscht: info@criticalscientists.ch.

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Aktionstag gegen Prekarisierung

Action_Education

 

Prekarisierung betrifft uns alle. Doch was bedeutet dieser etwas sperrige Begriff genau? In erster Linie bedeutet es Unsicherheit. Ausserdem ist es nicht etwas Statisches, sondern ein Prozess, eine Entwicklung, eine Tendenz.

 

 

Wird es schon wieder knapp mit dem Geld Ende Monat? Verständlich, denn erneut sind die Krankenkassenprämien gestiegen und auch andere Lebenskosten steigen. So etwa das Wohnen. Billiger Wohnraum gibt es sowieso zu wenig in Zürich und fortlaufend wird solcher vernichtet. Weshalb? Weil teurer Wohnraum natürlich mehr Gewinn abwirft. Aus demselben Profitstreben geschieht auch Spekulation und daraus resultiert unter anderem, dass Immobilien leer stehen. Für uns Studierende kommt dann noch dazu, dass praktisch stetig die Möglichkeit besteht, dass die Studiengebühren erhöht werden. Oder dass sie versteckt erhöht werden wie durch Sprachenkurse oder Bücherlieferdienste, die plötzlich kosten.

 

 

Gleichzeitig werden die uns unterstützenden Sozialleistungen immer wieder angegriffen. So haben im Kanton Zürich nun weniger Personen Anrecht auf Prämienverbilligung. Anderseits ist das Stipendiensystem von Kanton zu Kanton verschieden und nur schon deshalb ungerecht. Im Aargau wurde im letzten Jahr ein Splitting Modell eingeführt, was bedeutet, dass ein Teil der bezogenen Stipendien zurückbezahlt werden muss.

 

 

Prekarisierung bedeutet aber auch Jobunsicherheit. Vielleicht schon bekannt aus den Nebenjobs im Studium ist die Kurzfristigkeit von Arbeitsstellen. Doch sobald das Studium beendet ist steht für die meisten unfreiwillig Unsicherheit auf dem Plan. Egal, ob es im Akademischen oder ausserhalb weitergeht: Ob es diese Stelle noch gibt in ein, zwei Jahren oder ob die Firma oder der Lehrstuhl ‘noch Verwendung für einem hat’, ist unsicher.

 

 

Angesichts alledem dürfen wir nicht verzagen. Nur schon die Tendenzen zu erkennen und zu verbinden ist der erste Schritt. Sprecht darüber. Gemeinsam können wir uns wehren.

 


Film Screening:

Wir zeigten den neuen Film von Boots Riley, "Sorry To Bother You".
Boots Riley wurde vor allem als Teil von der politischen HipHop Gruppe "The Coup" bekannt. In seinem Film "Sorry To Bother You" zeigt er den verrückten, spätkapitalistischen Alltag in aller Schärfe und mit einer zutiefst politischen Linse.

Reviews:

theintercept

jacobinmag




Veranstaltung zum Hambacher Forst 11.10

Buchvorstellung: Die Kurden

von Kerem Schamberger und Michael Meyen


Noch immer widersetzen sich Aktivist*innen im Hambacher Forst der Rodung. Diese Räumungen und geplanten Rodungen zeigen eine der hässlicheren Fratzen unseres Wirtschaftssystems. Unsere Solidariät gilt den mutigen Aktivist*innen!
Nächste Woche wird in Zürich eine Veranstaltung von Leuten der Climate Games Basel durchgeführt. Es wird ein Film zu Hambi gezeigt und über die momentane Situation sowie die bald stattfindenden Aktion zu Ende Gelände diskutiert werden.
#hambibleibt